Deutscher Handelskongress mit Bundeskanzlerin Angela Merkel

Das Tempo der digitalen Veränderungen im Handel nimmt rasant zu. Taktgeber ist der „Konsument 4.0“ mit seinen vielfältigen Bedürfnissen. Wie kann der Handel Brücken über alle Kanäle hinweg zum Kunden schlagen? Diese Frage steht im Vordergrund des Deutschen Handelskongresses 2015 am 18. und 19. November im Maritim Hotel in Berlin. Die Veranstaltung wird vom Handelsverband Deutschland (HDE) und Management Forum der Verlagsgruppe Handelsblatt ausgerichtet. Als pro-minente Gäste erwartet HDE-Präsident Josef Sanktjohanser Bundeskanzlerin Angela Merkel, Wirt-schaftsminister Sigmar Gabriel und EU-Kommissar Günther Oettinger.

Referenten werden unter anderem Alexander Birken, Vorstand bei der Otto Group und Cyriac Roe-ding, Mitbegründer und CEO des US App-Entwicklers Shopkick sein. Die Reihe renommierter Prak-tiker setzen Thomas Storck von METRO Cash & Carry, Kenneth Bengtsson, Vorstandsvorsitzender des schwedischen Handelsunternehmens Ahlsell AB und Präsident des Verbandes EuroCommerce, sowie Petri Kokko, Director Retail bei Google Deutschland fort. Festlicher Höhepunkt ist die Verleihung des Deutschen Handelspreises, des neu geschaffenen Innovationspreises des Handels sowie die Auszeichnung des Gesichts des Handels im Rahmen eines glanzvollen Gala Dinners.

www.handelskongress.de

Flüchtlinge: Handel unterstützt Erstversorgung

Viele Handelsunternehmen helfen bei der Erstversorgung der in diesen Monaten in Deutschland an-kommenden Flüchtlinge schnell und unbürokratisch mit Sachspenden oder Lebensmittellieferungen. Die dauerhafte Integration aber ist eine große Herausforderung. Auch hierbei kann der Handel einen wertvollen Beitrag leisten: „Ausbildung und Arbeitsplätze sind ein zentraler Baustein bei der Integration der Flüchtlinge in unser Land. Dabei kann der Einzelhandel mit seinem Bedarf an Auszubilden-den und Fachkräften eine wichtige Rolle übernehmen“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Der Einzelhandel habe schon in den letzten Jahrzehnten erheblich zur Integration von Einwanderern beigetragen. Sowohl auf Seiten der Unternehmer als auch bei den Beschäftigten gebe es zahlreiche Erfolgsgeschichten.

Damit das auch bei der aktuellen Einwanderungswelle funktionieren könne, müsse die Politik aber noch an den Rahmenbedingungen arbeiten. Dabei gehe es zum einen darum, bereits vorhandene Qualifikationen schnell zu erfassen und Vermittlungen zu beschleunigen. Zum anderen sei es unverzichtbar, das Angebot an Sprachkursen und Nachqualifizierungen entsprechend auszubauen.

Vereinfacht werden müsse außerdem die Anerkennung von Abschlüssen aus dem Ausland. „Die Unternehmen brauchen mehr Planungssicherheit: Für Flüchtlinge mit Bleibeperspektiven muss ein rechtssicherer Ausbildungsaufenthalt geschaffen werden“, so Genth weiter. Darüber hinaus sei si-cherzustellen, dass die Auszubildenden eine in Deutschland begonnene betriebliche Ausbildung auch abschließen könnten.

November-Sprechstunde Handelsberater Michael Alles

Flexible Preise auch im stationären Handel?

Die Inhaber stationärer Händler müssen sich zukünftig noch mehr mit dem Thema „flexible Preise“ auseinandersetzen. Im Internet variieren die Preise permanent. Bei steigender Nachfrage der Konsumenten werden die Preise angehoben, bei sinkender Nachfrage werden auch die Preise flexibel nach unten korrigiert. Was aktuell im Lebensmitteleinzelhandel erprobt wird, werden sie schon bald auch im Drogerieeinzelhandel wiederfinden. Danach werden viele Güter des mittelfristigen Bedarfs folgen.

Die Preise werden im Internet viel öfter gewechselt, als wir glauben wollen. Welche Auswirkungen haben solche flexiblen Preise auf den stationären Einzelhandel? Kann man es sich erlauben, im Internet und im stationären Handel unterschiedliche Preise darzustellen? Und wie viel Webshop braucht das stationäre Geschäft?

Sollten Sie zu dem Thema flexible Preise oder zu beliebig anderen betriebswirtschaftlichen Themen Fragen haben, reservieren Sie Ihren Sprechstundentermin bei uns im Verband bei Herrn Jörg Beyer, Assistent der Geschäftsleitung, unter Tel. (0521) 9651012.

Am Dienstag, den 10. November findet die nächste, kostenlose Sprechstunde des Handelsberaters Michael Alles bei uns in Bielefeld statt.

Änderungen bei Bezuschussung von Betriebsberatungen

Grundsätzlich haben mittelständische Handelsunternehmen die Möglichkeit, 50%ige Zuschüsse auf Betriebsberatungen in Anspruch zu nehmen, sofern der Unternehmensberater zertifiziert ist. Bislang gab es 2 Fördertöpfe, bei dem BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) und bei der KfW-Bank.

Zum 01.01.2016 werden alle Förderprogramme nur noch über das BAFA abgewickelt. Aus den „alten“, wie auch aus den „neuen“ Fördertöpfen hat jeder Unternehmer bislang und auch zukünftig nur einen geldlich begrenzten Zuschussanspruch. Mit dem Jahreswechsel beginnt eine neue Förderperiode und die alte Förderperiode läuft aus. Wer sich also noch ein freies Kontingent aus einem der beiden „alten“ Fördertöpfe sichern möchte, muss sich beeilen. Und wer sein Kontingent in den letzten Jahren schon voll ausgeschöpft hat, darf sich auf neue, freie Kontingente ab 2016 freuen – allerdings nur noch in Höhe der bisherigen BAFA-Mittel. Die zusätzliche Inanspruchnahme aus dem KfW-Fördertopf wird nicht mehr möglich sein.

Handelsberater Michael Alles steht unseren Mitgliedern jeden 2. Dienstag im Monat zur Verfügung.

Sollten Sie zu dem Thema Beratungszuschüsse oder zu beliebig anderen betriebswirtschaftlichen Themen Fragen haben, reservieren Sie Ihren kostenlosen einstündigen individuellen Sprechstundentermin bei uns im Verband.

Am Dienstag, den 13. Oktober findet die nächste Sprechstunde von Herrn Alles bei uns in Bielefeld statt. Noch haben wir 3 Vormittags-Termine zu vergeben.

HDE fordert Nachjustierung der Gewerbesteuer

Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert angesichts der Digitalisierung und des erhöhten Investitionsbedarfs im Einzelhandel die Politik auf, die gewerbesteuerlichen Hinzurechnungsvorschriften für Mieten und Pachten kurzfristig nachzujustieren. Hintergrund ist die ausufernde Anwendung der Regelungen durch die Finanzverwaltung. „Die Hinzurechnung von Mieten und Pachten sorgt da-für, dass viele Händler auch in Jahren ohne Gewinn zur Kasse gebeten werden. Mit Blick auf die vielerorts sinkenden Kundenfrequenzen in der Branche überfordert das gerade den Mittelstand. Oft erhebt die Finanzverwaltung weitergehend auch noch auf zusätzliche Kosten, die der Händler neben der Miete selbst bezahlt, Gewerbesteuer“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Dabei geht es beispielsweise um Aufwendungen für Wartungs- und Reinigungskosten, die Müllbeseitigung oder den Hausmeister. Das Gesetz sehe eigentlich nur vor, dass die an den Vermieter gezahlte Miete hinzurechnungspflichtig sein soll. Die Finanzämter gingen hier bei über das Gesetz hinaus. Der Aufwand für die Unternehmen, die steuerpflichtigen Kosten sauber herauszufiltern, sei sehr groß. „Der mietintensive Einzelhandel wird ohnehin schon besonders durch die gewerbesteuerliche Hinzurechnung belastet. Jetzt muss die Politik zumindest dafür sorgen, dass diese Regelungen in der Praxis nicht auch noch zu überbordender Bürokratie führen“, so Genth.

Langfristig setzt sich der HDE für eine grundlegende Reform bei der Gewerbesteuer ein. Die Kommunen und Gemeinden sägten ansonsten mit der finanziellen Überforderung der Händler an dem Ast auf dem sie selbst säßen. Denn Stadt und Handel seien gegenseitig aufeinander angewiesen.

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